Belege vor Schlussfolgerungen.

World Equality Index untersucht schwierige Fragen, ohne eine bevorzugte Antwort vorauszusetzen. Diese Grundsätze sind der Maßstab, dem wir uns verpflichten und an dem uns die Leserschaft messen kann.

Gleichheit ist keine einzelne Variable.

Gleiche Rechte, gleiche Chancen und gleiche Ergebnisse bezeichnen unterschiedliche Dinge. Wir trennen diese Fragen, bevor wir ihre Zusammenhänge untersuchen.

Rechte
Rechtsschutz, bürgerliche Freiheiten, Gleichstellung und rechtsstaatliche Verfahren.
Chancen
Zugang zu Bildung, Kapital, Institutionen und Aufstiegsmöglichkeiten.
Ergebnisse
Beobachtete Unterschiede bei Einkommen, Gesundheit, Bildung und anderen Ergebnissen.
Beitrag & Belastung
Bezahlte und unbezahlte Arbeit, Risiken, Steuern, Leistungen und Verantwortung.
Resilienz & Abhängigkeit
Wesentliche Funktionen, Abhängigkeiten, Ersatz und Reaktionen auf Störungen.

Wir betrachten einen Unterschied in Ergebnissen nicht als ausreichenden Beleg für Diskriminierung, eine biologische Ursache oder Verdienst. Jede Erklärung braucht eigene Belege und ein geeignetes Forschungsdesign.

Benennen Sie die Art der Aussage.

Eine statistische Angabe, eine Erklärung und ein Werturteil stellen unterschiedliche Anforderungen an die Belege. Jedes Forschungsdokument und jede Aussage benennt die vorrangige Art der Aussage.

TypFrageBeispiel
DeskriptivWas wurde beobachtet?Der gemessene Frauenanteil in einem Beruf.
ZusammenhangsbasiertWas verändert sich gemeinsam?Ein Zusammenhang zwischen Einkommen und einem Ergebnis.
KausalWas verändert was?Die Wirkung einer politischen Maßnahme in einem Forschungsdesign, das eine kausale Identifikation ermöglicht.
PrädiktivWas lässt sich vorhersagen?Die Schätzung eines zukünftigen Ergebnisses durch ein validiertes Modell.
KontrafaktischWas wäre, wenn sich die Bedingungen änderten?Ein Szenario zum Ausfall von Arbeitskräften mit ausdrücklich benannten Annahmen.
NormativWas sollten wir wertschätzen?Die Entscheidung, gleichen Rechten ein bestimmtes Indexgewicht zuzuweisen.

Wozu wir uns verpflichten.

  1. Auch eine Widerlegung der Hypothese zulassen.

    Definieren Sie, was eine Aussage stützen, schwächen oder widerlegen könnte. Berichten Sie Nullbefunde und unbequeme Ergebnisse ebenso wie günstige Befunde.

  2. Die Quelle jeder Angabe nachvollziehbar machen.

    Benennen Sie Quelle, Veröffentlichungszeitraum, Population, Definition und wesentliche Einschränkungen einer öffentlichen Zahlenangabe. Bewahren Sie reproduzierbare Eingaben und Verarbeitungsschritte auf.

  3. Unsicherheit offen ausweisen.

    Berichten Sie fehlende Daten, Auswahlgrenzen und Unsicherheit. Ein ungeklärter Rest bleibt ungeklärt. Eine Korrelation wird durch stärkere Formulierungen nicht zum kausalen Effekt.

  4. Die Aussagekraft der Schlussfolgerung respektieren.

    Gruppendurchschnitte erlauben keine Festlegung der Fähigkeiten, des Charakters oder des Werts eines einzelnen Menschen. Rassische und ethnische Kategorien hängen von Kontext und Erhebungsmethode ab und sind nicht automatisch ein Maß für genetische Abstammung.

  5. Analyse und Werturteile trennen.

    Legen Sie die Entscheidungen hinter Normierung, Gewichtung und Aggregation offen. Prüfen Sie die Sensitivität. Benennen Sie Werturteile ausdrücklich, anstatt sie in einem scheinbar objektiven Wert zu verbergen.

  6. Das Ergebnis vor Einflussnahme durch den Sponsor schützen.

    Legen Sie wesentliche Finanzierungen und Interessenkonflikte offen. Ein Sponsor darf nicht darüber entscheiden, ob eine Schlussfolgerung genehmigt, unterdrückt oder umgeschrieben wird.

Der Weg zur Veröffentlichung bleibt nachvollziehbar.

1

Die Frage formulieren

Legen Sie das Konstrukt, den Umfang, die Hypothese und ein mögliches widerlegendes Ergebnis fest.

2

Die Quellen registrieren

Dokumentieren Sie Herkunft, Definitionen, Zeitraum und Grenzen vor der Analyse.

3

Schreiben und versionieren

Erstellen Sie ein Manuskript mit ausdrücklich benannten Ergebnissen und Einschränkungen. Speichern Sie Revisionen.

4

Die Arbeit kritisch prüfen

Holen Sie unterstützende und kritische Begutachtungen derselben Revision ein.

5

Transparent veröffentlichen

Veröffentlichen Sie eine Version mit ihren Quellen, der Herkunft ihrer Begutachtungen und einer Veröffentlichungsnotiz.

Protokolle beschreiben geplante Arbeit. Arbeitspapiere sind vorläufige Analysen. Diese Bezeichnungen setzen kein unabhängiges Peer-Review voraus. Im Studio lassen sich von der Redaktion vorgelegte Begutachtungen erfassen; die Eintragung eines Namens ist keine unabhängige Bestätigung der Identität der begutachtenden Person.

Eine Korrektur gehört zur Dokumentation.

Die veröffentlichte Fassung bleibt erhalten, während ein neuer Entwurf bearbeitet wird. Inhaltliche Änderungen erzeugen eine neue Manuskriptrevision und erfordern eine erneute Prüfung. Hinweise zur Veröffentlichung erläutern, was geändert wurde.

Diese Plattform beginnt mit Daten zur Erwerbstätigkeit in den USA und Forschungsprotokollen. Sie schätzt bislang keine Überlebensdauer von Zivilisationen und veröffentlicht keinen empirisch gemessenen globalen Gesamtindex der Gleichheit.